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Kategorie: Daddeln

Ich spiele derzeit wieder vermehrt mit meiner Wii. Ich bin eigentlich nicht besonders gut in Jump ’n’ Runs, war es auch noch nie und so richtig gerne spiele ich sie auch nicht, aber New Super Mario Bros. Wii hat mich dann doch gereizt und zwar weil es a) Mario ist und man es über kurz oder lang als Nintendo-Liebhaber ja doch spielen will und b) man es zu zweit spielen kann. Gerade letzteres hat mich dann auch zum Kauf bewogen.

An diesem Wochenende haben wir es dann auch mal zu zweit gespielt. Ich habe im Vorfeld die ersten zwei Level mal probe gespielt, war aber sonst nicht vorbelastet. Meine Freundin hat vor vielen vielen Jahren ganz gerne Super Mario Land auf dem Gameboy gespielt und war zwar ziemlich aus der Übung, die Grundzüge konnte sie aber noch. Das “Wiimote schütteln” Zeichen verstand sie zwar nicht so recht… aber das gabs ja damals auch noch nicht.
Man hüpft bei dem Spiel dann auch in alt bekannter Mario Manie durch die Gegend, springt auf Schildkröten und in Röhren und versucht ans Ende des Levels zu kommen und dabei noch möglichst viele Münzen mitzunehmen. Das macht wie damals viel Spaß und wie damals verliere ich einige Leben. Zu zweit ist es auch eher um einiges schwerer als leichter. Man steht sich ständig im Weg, schubst sich ausversehen in die Feinde oder Schluchten runter und beim Hüpfen über längere Passagen über Schluchten oder nach oben muss man öfters auf einander warten, wenn der eine es mal nicht geschafft hat und generell ist die es doch deutlicher eine Geduldsprobe als alleine, wo man eher mal durch hüpfen kann. Gerade wenn man wenig Talent hat oder lange nicht mehr gespielt hat.
Aber der Spaßfaktor ist natürlich dennoch um einiges Höher. Und irgendwie ist es auch ganz nett wenn man versucht sich gegenseitig zu helfen während man mit Mario darauf wartet, dass Luigi endlich den Absprung an der richtigen Stelle schafft. Ich glaub mit ein bisschen Übung kriegt man das auch gut hin. Insgesamt, von dem was wir bisher gespielt haben, ein wirklich tolles Spiel …. Mario eben – was ja im Videospieljargon schon fast ein Synonym für Must-Have ist.

a. Wir sind Weltmeister!!!! Yeah! Glückwunsch an die Mädels der U20-Frauennationalmahnschaft. Toll gemacht. Und nächstes Jahr wiederholen wir das mit dem A-Team, wenn ich denn auch dabei bin (also auf der Zuschauertribüne des Stadions). Ganz besonders tolle Leistungen natürlich von Alexandra Popp. Auch wenn es ungewöhnlich ist sie im Sturm zu sehen, beim FCR ist sie ja meistens in der Verteidigung. jedenfalls sehe ich sie da meistens.
b. Die Webserie Anyone but me hat einen Web-a-thon ausgestrahlt um Spendengelder für die dritte Staffel der Serie zu sammeln. Schöne Aktion. Unter anderem kann man Interviews mit den Schauspielern sehen oder die Gruppe beim Scharade spielen.
c. Out with Dad hat tatsächlich die Webisodenlänge stark ausgedehnt. Episode 2 ist 10 Minuten lang und ebenfalls “awsome”. Die Serienmacher interessiert es übrigens wie die Fans die Episoden-Länge gerne hätten. Dafür kann man auf der Seite abstimmen.
d. Ich werde es vermutlich nie richtig benutzen aber ich habe mir in geistiger Übernachtung ein Waveboard gekauft. Das Kind in mir ist manchmal einfach zu laut. Viel zu laut.
e. Ich steh derzeit total auf diese Erdnuss-Schoko-Kekse. Mmmmh, Lecker.
f. Tipp für heute: Drauf achten dass Eier nicht im Rucksack kaputt gehen und dort auslaufen. Ist wirklich nicht angenehm. Tut auch dem iPod nicht besonders gut. Das N95 hat es aber bisher recht unbeschadet überstanden.
g. Ich werde über “Mord mit Aussicht” gegoogelt obwohl ich das gar nicht hier erwähne. Aber wenn die Leute es schonmal wissen wollen: Mel empfiehlt auf ihrem Blog die heutige Folge von “Mord mit Aussicht” in der Dorfpolizistin Bärbel wohl auf eine nette Dame trifft. Ich muss zugeben die Serie ist bisher etwas an mir vorbei gegangen, obwohl sich die Idee sehr gut liest. Ich schau es mir auf alle Fälle an, hört sich ja gut an.
h. Ich liebe Fire Emblem, aber manchmal ist es schon anstrengend ein Level 5 mal zu spielen, nur damit alle durch kommen.

3D ist bisher völlig an mir vorüber gegangen. Ich habe weder Avatar noch sonst irgend einen 3D fähigen Film gesehen und ich habe es auch – nur um 3D zu sehen – nicht vor. Es interessiert mich nicht. Schon als Kind fand ich 3D Filme in Freizeitparks eher mäßig spannend. Das hat sich bis dato auch nicht geändert.

Entsprechend verhalten war auch mein Interesse als Nintendo den Nachfolger für den Nintendo DS ankündigte: den Nintendo 3DS.
Aha. Ein Handheld mit 3D? Also ich weiß nicht. Meine anfängliche Begeisterung hielt sich daher Anfangs eher in Grenzen. Bis ich die ersten Spieltitel hörte die auf dem Gerät erscheinen sollten und die ersten Videos sah.

Ein Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Das Über-Spiel auf dem N64. Ein neues Kid Icarus (Trailer, Preview auf planetds.de). Und ein neues Paper Mario. PAPER MARIO!!! Hach, bin ich aufgeregt …. schön ….

2010 23 Apr

Die Handyfrage

Abgelegt unter: Daddeln | RSS 2.0 | TB | Tags: , , , , , | 8 Kommentare

Mein Handyvertrag läuft Mitte nächsten Monats aus. Ich hatte damals (sprich: Vor zwei Jahren) meinen Vertrag mitten in meiner Diplomarbeitsphase verlängert und keine Lust (bzw. eher keiner Zeit) gehabt, mich um so Dinge wie Tarife, Handys etc. im Vorfeld zu informieren. Im Laden habe ich mich dann, recht spontan, direkt vor Ort für ein N95 samt Zeitkontigentsvertrag entschieden. Ich finde das N95 ist auch ein wirklich schönes Handy. Davor hatte ich meistens irgendwelche gebrauchten Geräte, die ich entweder geschenkt bekommen habe oder mir sehr günstig bei ebay ersteigert hatte. Da war das N95 als echtes Smartphone natürlich ne andere Liga. Und damals noch hochmodern. Heute muss ich ja immer rechtfertigen, wieso da nichts passiert wenn man auf das Display drückt. Dass das N95 kein hochauflösenden Touchdisplay hat stört mich eigentlich nicht besonders. Was mich allerdings stört, sind die altersbedingten Mangelerscheinungen des Geräts. Irgendwie sind die Teile ja scheinbar so gebaut dass sie nach spätestens 2 Jahren gebrauch langsam aber sicher den Geist aufgeben. Also muss bald mal ein neues her. Und diesmal habe ich auch mehr Zeit … aber ob das so gut ist?

Wenn man heutzutage an Handys denkt, denkt man ja eigentlich grundsätzlich zuerst an das iPhone. Ich gebe zu, ich hätte es auch gerne. Aber nehme ich dann einen Tarif beim pinken Riesen? Und wenn ja welchen? Oder fahre ich bei meinem Holland Urlaub einfach mal rüber nach Belgien und kaufe mir dort günstig eins? Was ist aber dann, wenn das Teil kaputt geht? Muss ich dann ständig nach Belgien fahren? Wenn ich nicht zum großen T gehe, bleibe ich dann bei o2 oder wechsel ich lieber?
Und eigentlich ist das iPhone ja auch unnötig. Ich könnte auch ein schönes HTC mit Android nehmen. Oder ein Nokia. Ich war mit Nokia ja sehr zufrieden, da könnte ich ja auch das N97 oder das N900 nehmen. Andererseits will ich ja auch gerne Spiele haben, immerhin habe ich mir das N95 damals auch wegen N-Gage geholt (jaja, ich weiß … N-Gage). Und für Spiele eignet sich ja immer noch das iPhone am besten … Aber eigentlich habe ich auf dem DS und der PSP ja schon genug Spiele für Unterwegs …

Oder behalte ich das schwächelnde N95 und besorge ich mir erst einmal ein Netbook? Und nehme ich dann eins mit XP oder mit Win 7 …. Oder einfach einen iPod Touch.

Hach, alles nicht so einfach. Irgendwelche Tipps? Hilfestellungen? Erfahrungsberichte?

… bis der neuste Zelda Teil für den Nintendo DS rauskommt. Ich freu mich. Ich mochte ja schon den vorherigen mit dem Schiff und dem Stundenglass (The Legend of Zelda: Phantom Hourglass). Ich fiebere der Veröffentlichung ja auch schon seit der Ankündigung auf der diesjährigen GDC drauf.

Dieses mal gehts ja in “The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ mit dem Zug durch die Lande. Als regelmäßige Bahnfahrerin fühle ich mich da bestimmt wie zuhause. Der neuste Zelda Teil ist auch zugegebenermaßen das erste Spiel dass ich wirklich vorbestelle. Das liegt zum einen daran dass ich es wirklich gerne pünktlich zum 11.12. haben möchte, zumanderen gibt es bei Vorbestellung zwei Figuren umsonst und zwar einmal den Link und einmal das Phantom. Also mir hätte Zelda (oder Tetra) oder Epona ja besser gefallen, so ein Fan des Phantoms bin ich eigentlich nicht, aber was solls, dafür gibts ja wenigstens Link.

Und, hats noch jemand vorbestellt bzw. holt es sich gleich zum Verkaufsstart?

Ich habe am Wochenende für einen kurzen Moment noch mehr gestrahlt als ohnehin schon. Grund dafür, war eine News-Meldung, derzufolge Square Enix eine Fortsetzung von Lufia plant (Quelle: planetds.de). LUFIA. LUFIA!!!!

Also ich weiß nicht wer von euch Lufia kennt, aber aus meiner Sicht gehört (zumindestens der SNES Teil der hierzulande erschien) zu den tollsten Rollenspielen die ich jemals in meinem Leben gespielt habe. Wenn ich nach meinem Lieblingsspiel gefragt werde, antworte ich auch grundsätzlich immer Lufia. Es ist einfach ein fantastisches, zeitloses Rollenspiel mit einer stimmungsvollen Story, tollem Gameplay, schönen Rätseln, schöner Musik … da stimmt einfach alles.

Also ich hoffe sehr stark dass es bald rauskommt und vor allen Dingen auch in Europa, was leider noch nicht bestätigt wurde. Lufia!!! Hach! Schön! Ich liebe meinen DS …. hach …. Lufia ….

Als Linux-User fühlt man sich im Bereich Videospiele ja ziemlich stiefmütterlich behandelt. Kaum ein kommerzielles Spiel dass es auf die Plattform schafft und auch gute Open-Source Spiele gibt es nicht zuhauf. Wer am Computer spielen will, wird also nicht unbedingt Linux als einziges Betriebssystem nutzen wollen. Da ich eine Hand voll Konsolen und Handhelds habe macht mir das wenig aus, ich spiele also kaum am Rechner (abgesehen von Battle of Wesnoth und ab und zu Widelands).

Durch Zufall bin ich vor einigen Tagen auf World of Goo aufmerksam geworden. Und zwar nicht (nur) weil dass Spiel wirklich großartig ist und scheinbar schon zig Preise gewonnen hat, nein, weil das Spiel 1 Jahr alt wurde und Geburtstag feiert. Und da habe ich eher zufällig auch gesehen dass es das Spiel nicht nur für Windows, Mac und Wii gibt, sondern auch für Linux. Und da World of Goo Geburtstag hatte, hat der Entwickler 2D Boy ein Geburtstagsangebot gemacht, welches das Spiel für den Preis anbot den man bezahlen wollte. Egal ob nun 1 US-Dollar oder 30 US-Dollar. Für gewöhnlich gibt es das Spiel übrigens für 20 US-Dollar zu haben. Ich fand das Angebot ziemlich cool und da ich eh so wenig Spiele auf dem Rechner habe, dachte ich mir, bezahle ich mal ein paar Euro und hols mir.

Ich hab also per Paypal eine Geldzahlung in Auftrag gegeben. Kurz darauf kam dann auf die Paypal E-Mail Adresse eine Bestätigungs- E-Mail mit dem Link zu den Downloads. Für Linux gab es drei verschiedene Möglichkeiten, ich habe mich für die unter Ubuntu einfache Debian-Paket Variante entschieden. Also Datei heruntergeladen, Doppelklick, Installation gestartet, fertig. Total easy. Danach befand sich dann das Spiel unter Ubuntu dann auch ganz normal unter den Spielen.

Ich hab das Spiel auch gleich gestartet. Ich muss zugeben ich war bezüglich der Performance etwas skeptisch, da ich eine eher ältere Gurke als Computer habe. Zwar konnte ich die Systemanforderungen einhalten, aber bei Spielen ist dass dann ja manchmal schon etwas ruckelig. Ich war dann aber letztendlich positiv überrascht, dass alles ruckel- und störungsfrei funktionierte. Die Musik lief 1-a durch, keine Aussetzer und auch beim Spiel hat es bisher nie gehakt.

Vom Spiel selbst habe ich bisher nur die ersten 5 Level durchspielen können. Und ich muss sagen: Es macht wirklich super viel Spaß. Es sind so kleine puzzlige Kniffelaufgaben die etwas Geschick und Mitdenken erfordern. Und das zu einem wirklich schönen Hintergrund. Zu wirklich schöner Musik. Wieso habe ich das Spiel nicht schon vorher entdeckt? Zum Beispiel auf der Wii. Aber nun hab ich es ja für Linux. Da wird der PC nun doch mal zu mehr als Texte schreiben, Musik hören und Internet benutzt.

Ich kann das Spiel auch nur wärmstens empfehlen. Die Aktion wurde übrigens, wie ich heute auf Zockwork Orange gelesen habe, bis zum 25. Oktober verlängert. Also wer es noch nicht hat, hier ist die Gelegenheit nochmal ein richtig cooles Spiel für alle gängigen PC-Systeme zu ergattern.

Ich nehme es mal vorweg, es geht hier natürlich nicht um eventuelle Kneipentouren und die Suche nach … ähm ja … Nein, es geht viel mehr um das Spiel “Monster Hunter Freedom Unite” beziehungsweise um das Phänomen “Monster Hunter” ansich.

Monster Hunter sagt hier vielen vielleicht nicht so viel und ich schätze auch Videospieler sind nicht unbedingt alle mit dem Spiel in Berührung gekommen. Jedenfalls hierzulande. In Japan ist das ganz anders. GANZ anders. Da ist das Spiel regelrecht Kult. Jedenfalls wenn man sich so die Verkaufszahlen anschaut. Da verkauft sich Monster Hunter nämlich auf der PSP wie geschnitten Brot.

Zu dem Thema gibt es auch einen sehr lustigen “Official Phenomenon Trailer” auf youtube zu bestaunen, in der ein Engländer versucht Monster Hunter zu erklären. Wirklich nett gemacht.

Monster Hunter bzw. Monster Hunter Freedom ist so eine Art …. Action Rollenspiel. Wobei es eigentlich wenig Story hat (jedenfalls ist mir noch keine untergekommen) wie bei einem gewöhnlichen Rollenspiel, sondern eher das ausführen von Missionen beinhaltet. Und in diesen Missionen jagt man Monster. Wie der Name im Prinzip schon impliziert. Das ist komplexer und schwieriger als man denken mag. Man hat eine größere Auswahl an Waffenkategorien und muss dann, je nach Mission, ein oder mehrere Monster jagen. Es gibt auch Missionen wo man bestimmte Gegenstände finden muss oder Schätze sucht. Und nebenbei sammelt man halt auch jede Menge Items um daraus eine bessere Rüstung zu basteln. So ein Monster zu finden, lahm zu legen ohne gefressen zu werden und dann auch als Beute kampfunfähig zu machen, dauert dann auch tatsächlich so seine Zeit und ist nicht in einer halben Minute abgefrühstückt.

Der aktuellste (jedenfalls hierzulande) Teil der Serie heißt “Monster Hunter Freedom Unite” und ist erhältlich für die Playstation Portable. Nach einem sehr ausführlichen und guten Tutorial kann man sich dann als Jäger bzw. Jägerin auf machen um Missionen zu bestehen. Dass kann man entweder im Single Modus machen oder gemeinsam mit bis zu vier anderen. Gemeinsam mit andere geht in der Regel nur ad hoc, das heißt, man muss mit den anderen in einem Raum sein. Dazu muss man erst einmal Menschen kennen die eine PSP besitzen, das Spiel haben, in der Nähe wohnen und gewillt sind mit einem zu spielen. Soll aber sehr sehr lustig sein. Es gibt dann noch die Möglichkeit über die Playstation 3 mit der PSP online gegen andere zu spielen, aber dazu benötigt man auch erstmal eine PSP. Oder über ein Programm Namens XLink Kai, was aber wohl recht kompliziert einzurichten ist.

Wer niemanden kennt der kann natürlich auch im Singleplayer spielen. Das ist allerdings, zumindestens am Anfang, nicht so sehr leicht. Am Anfang weil man natürlich noch nicht so viele Items hat und auch noch nicht die Erfahrung mit der eingesetzten Waffe sammeln konnte.

Ich habe mir auch “Monster Hunter Freedom Unite” gekauft. Habe das Tutorial gespielt und muss sagen dass das schon ein wirklich schickes Spiel ist. Für eine Handheldversion sieht es fantastisch aus. Es hat schöne Musik, es ist extrem umfangreich … und erst einmal schwer. Zumindestens für mich so als Anfänger im Singleplayer. Aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer und so muss ich wohl noch ein bisschen üben. und üben. Und sammeln. Und jagen. Und sammeln ….

Und dabei verstehe ich schon was die Japaner an dem Spiel finden. Auch wenn ich es jetzt nicht so hypertoll finde dass ich davor stundenlang vor dem Geschäft stehen müsste um eines der ersten Exemplare zu bekommen. Aber es hat durchaus etwas fesselndes. Ein undefinierbarer Sucht- und Spaßfaktor der einen dazu treibt immer weiter spielen zu wollen. So ein bisschen Sammlertrieb. Und ich kann mir auch gut vorstellen dass es zu mehreren noch mehr Spaß macht.

Wenn ich ein Buch lese, eine Serie verfolge oder einen Film gucke und die Geschichte die dort erzählt wird aufnehme, so bilde ich mir als Beobachter auch immer selbst eine Meinung. Ich beurteile die Charaktere und der Geschichte. Und ich denke darüber nach was hinter der Fassade seien könnte , lese zwischen den Zeilen, bilde mir aus Geschehnissen selbst ein Bild. Und nicht jeder liest da bestimmt das Gleiche. Wenn ich einen Ausdruck dafür finden müsste, so würde mir am ehesten das Wort Subtext einfallen.

Wikipedia schreibt zum Thema Subtext: “Subtext ist ein elementares Merkmal von Kunst. In Thomas Manns Roman Der Zauberberg z. B. können kompetente Leser unterhalb der „eigentlichen“ Handlung zahlreiche Schichten von Subtext ausmachen. Neben seiner spielerischen bzw. ästhetischen Verwendung kann Subtext jedoch solche Aussagen enthalten, die nur für eine Minderheit bestimmt sind und von der Mehrheit des Publikums oder von der Zensur nicht wahrgenommen werden sollen. Dies ist in vielen Filmen der Fall, z. B. in William Wylers Sandalenfilm Ben Hur, in dem nur naive Zuschauer Messalas (Stephen Boyd) hingebungsvolle Freundschaft für seinen Freund Ben Hur (Charlton Heston) nicht als homosexuelle Verliebtheit „lesen“.
Quelle: Wikipedia.de

Ein weiteres, vermutlich unter uns auch recht bekanntes Beispiel für Subtext der Teilweise geradezu in Perfektion betrieben wurde ist die Serie Xena in denen es immer wieder zu Andeutungen die auf eine tiefergehende Beziehung zwischen den Hauptprotagonistinnen Gabrielle und Xena hindeuteten stattgefunden haben, die man aber auch oft sehen wollen musste. Im Laufe der Serie schien man sich sogar einen Spaß daraus zu machen damit zu spielen, nachdem man sich der doch zunehmenden neuen Zielgruppe, die es bei Hercules so nicht gab, bewusst wurde.

Aber gibt es so etwas auch in Videospielen? Paare die eigentlich keine sind in Videospielen wie bei Xena und Gabrielle? Oder habt ihr schon weitere mögliche Doppel-X-Chromosom-Favorisiererinnen ausfindig machen können? In Spielen mit Handlung wie z.B. Rollenspielen und Action Adventures? Ich denke schon. Vielleicht nicht so in dem Maße wie es z.B. bei Xena der Fall war, aber dennoch denke ich dass es dort schon den ein oder anderen Subtext zu finden gibt. Habt ihr schon welchen zwischen den Zeilen eines Videospiels gelesen? Ich schon! Und ich ein paar davon möchte ich auch bald einmal hier vorstellen. Über Tipps von euch, was man so in der Hinsicht nochmal genauer anschauen sollte, würde ich mich natürlich freuen.

Wenn mich jemand fragen würde, was mir denn bei Bioware einfallen würde, würde ich vermutlich leuchtende Augen bekommen und ihm antworten, dass mir da zum Beispiel das großartige Spiel “Baldur’s Gate” einfallen würde oder das ebenso tolle (besonders für mich als echten Fan) “Star Wars: Knights of the Old Republic“. Natürlich gibt es noch andere hochkarätige Titel wie “Neverwinter Nights“, “Jade Empire” oder “Mass Effect“, aber die stehen derzeit leider nur auf der Liste von Spielen die ich unbedingt einmal spielen muss. Also Bioware verbinde ich mit einer RPG-Schmiede die bisher eigentlich meistens echte Perlen hervorgebracht hat.

Wenn mich jemand fragen würde, was ich mit Sonic verbinden würde, würde mir wohl als erstes Worte wie Sega, Jump ‘n’ Run, Mario in blau und schnell oder Olympische Spiele einfallen. Ich muss zugeben Sonic bzw. die Spiele dazu haben mir nie wirklich zugesagt. Sonic war mir immer zu … schnell. Schon die Spiele auf dem Mega Drive, von denen ja einige wirklich gut waren (jedenfalls die die ich gespielt habe) waren nie so mein Fall. Ich muss auch zugeben dass ich noch nicht einmal Sonic Adventure für das Dreamcast wirklich gemocht habe. Irgendwie … naja, ich weiß nicht. Hinzu kommt das die Sonic Spiele in letzter Zeit (und wenn ich sage in letzter Zeit meine ich damit in den letzten paar Jahren) nicht unbedingt dafür bekannt waren dass sie so allgemein der große Wurf waren. Jedenfalls nicht soviel mir da zu Ohren gekommen war.

Sowas fragt mich natürlich niemand, aber so wollte ich einfach mal einleiten zu dem letzten Spiel was ich auf meinem schicken Nintendo DS durchgespielt habe. Das heißt nämlich “Sonic Chronicles: Die dunkle Bruderschaft” und ist das Projekt für einen Handheld das von Bioware entwickelt wurde. Untypisch für Sonic, aber typisch für Bioware ist Sonic Chronicles weder ein Jump n’ Run noch Sportspiel, sondern ein rundenbasierendes Rollenspiel (kurz RPG). So ein bisschen wie das Mario RPG, nur eben mit Sonic und etwas anderem Gameplay. Und ohne Prinzessin.

And the Story goes on
Story … Story … ähm ja … genau … die gibts. Knuckles ist verschwunden. Knuckles ist der einzig noch verbliebende Ameisenigel und Schützer der Chaos-Emeralds. Außerdem ist er auch ein Kampfkumpane von Sonic. Grund genug für Sonic ihn, zusammen mit weiteren Freunden wie Amy und Tails, zu suchen. Anders als bei Mario wird hier zumindestens nicht gleich die Prinzessin gerettet. Hört sich nicht sonderlich spannend an, ist es anfangs auch nicht. Aber ich verrrate jetzt schon einmal dass da die Story nicht aufhört. Mehr will ich aber nicht sagen. So richtig spannend und tiefgründig ist die Geschichte aber meiner Meinung nach nicht, also wer da etwas wie Final Fantasy vor Augen hat wird eher enttäuscht sein. Wobei man in den Gesprächen mit anderen auch entscheiden kann ob man mehr Hintergrundinformationen haben möchte oder nicht. Da ich sonst wenig mit dem Sonic Universum zu tun habe fand ich es aber schön mal die ganzen Charaktere kennenzulernen, was teilweise auch ganz lustig ist. Ich sage teilweise denn manchmal ist es auch eher langweilig. Dem Witz und Charme der Mario Rollenspiele hat das ganze leider nicht, was schade ist, aber was Sonic vielleicht auch nicht hergegeben hätte.

Spiel das Spiel mit dem Igel hier …
Das Genre ist, wie ich ja Eingangs schon erwähnte ein Rollenspiel. So darf man dann auch über diverse Weltkarten gehen und sich dem Kampf mit den Gegnern stellen. Dabei steuert man auf der Weltkarte Sonic oder einen seiner Freunde (immer nur einen) mit dem Stylus, ähnlich wie bei Zelda. An manchen Punkten kann man bzw. muss man dann auch bestimmte Aktionen ausführen, wie z.B. eine Wand hochklettern. Das tut man recht einfach über einen Aktionsbutton. Um den ausführen zu können muss man aber gerade mit einem Charakter unterwegs sein der dies auch kann. So kann zum Beispiel nur Amy Rose dicke Fellsbrocken mit einem Hammer der Stufe 3 zerschlagen. Dies ist insbesondere im späteren Verlauf des Spiels wichtig wenn man sich sein Team aus einem Haufen von Freunden (und anderen Leuten) aussuchen muss. Die Gegner auf der Karte sieht man immer, das heißt es gibt keine Zufallskämpfe und man könnte eigentlich den Kämpfen aus dem Weg gehen. Eigentlich, weil oft die Gebiete so eng sind dass man einen Kampf nur sehr schwer umgehen kann. Und eigentlich auch, weil wenn man nicht kämpft, kriegt man auch keine Erfahrungspunkte und ohne Erfahrungspunkte kann man nicht leveln und ohne leveln besiegt man letztendlich keine Gegner. Beim Leveln steigen übrigens nicht nur die allgemeinen Werte wie Lebenspunkte etc., sondern man kann auch charakterspezifische Aktionen auswählen oder stärken. Und die brauch man dann im Kampf.
Wo wir auch beim Thema sind. Wie gesagt, rundenbasiert, das heißt man hat so die üblichen Auswahlpunkte wie einen normalen Angriff, einen Spezialaktionen (Angriffe oder halt Heil- und Unterstützungsaktionen) oder auch Abwehren (wobei man dann wieder Punkte für die Spezialattacken gewinnt). Das übliche. Weniger üblich sind die Spezialaktionen. Jeder Charakter hat seine eigenen, einige greifen dabei an, einige Heilen. Das ganze Läuft dann auf dem Touchscreen ab, indem man auf bestimmte Punkte am Bildschirm tippen muss, bzw. bestimmte Linien folgen soll und ähnliches. Das ganze sieht dann in etwa so aus wie bei dem Spiel Elite Beat Agents. Ich muss dazu sagen dass ich das Spiel nicht besonders mag. Dementsprechend ist das auch für mich einer der Nachteil. Zumal die Toleranz bei den Aktionen nicht besonders hoch ist und man sich schnell vertippen kann wenn man nicht schnell genug ist. Das hat bei den meisten Spezial-Angriffen zur Folge dass sie etwas schwächer werden, ebenso dringen dann Spezial-Angriffe der Gegner, die man ebenso blockt, mehr oder weniger durch wenn man die Aktionen nicht richtig meistert. Bitter ist es aber erst bei Aktionen wie dem Heilzauber, bei dem bei dem kleinsten Fehler die komplette Aktion fehlschlägt und keine Heilung erfolgt. Zwar kann man durch ein wenig Übung es schon so hinbiegen dass man die meisten Aktionen meistert, aber frustig finde ich das System so trotzdem. Allgemein finde ich jedoch das Spiel, sei es nun das wandern auf der Weltkarte oder das Kampfsystem gelungen und ich habe das Spiel so auch wirklich gerne gespielt.

Für Ohren und Augen
Die Musik in Sonic Chronicles war …. naja, von ganz nett über okay bis hin zu nervig. Eigentlich spiele ich solche Spiele auch gerne mal ohne Sound, allerdings war dies hier durch die Spielmechanik schlecht, da man durch erfolgreiche oder nicht-erfolgreiche Aktionen gut über den Sound auszumachen sind.
Grafisch fand ich das ganze sehr ansprechend. Schöne Hintergrundgrafik, schön gezeichnete Charaktere. Einzig das Menü fand ich etwas fad gestaltet, aber das war zu verkraften.

Licht und Schatten … bei Tageslicht
Ansich muss ich sagen, dass Sonic Chronicles ein wirklich nettes Rollenspiel ist. Aber eben nur nett. Nicht grandios. Ich fand den Schwierigkeitsgrad (trotz der Spezialaktionen) nicht sehr hoch, aber auch nicht zu lasch. Man war schon gefordert. In der Mitte des Spiels fand ich es teilweise schonmal ganz knifflig da alle Charaktere so einigermaßen durch zu bekommen und an vielen Stellen erschwert das Spiel es einem auch auf eher unschöne Art (niedrige Toleranz bei den Aktionen, zu Enge Passagen, Ringe zum Einkaufen von Items sind nur in limitierter Form vorhanden). Die Story war ansich schon Abwechslungsreich, aber letztendlich auch nicht so dass Sie einen ans Gerät gefesselt hätte. Die Charaktere sind nett und haben Charme aber wirklich tiefgründig wirkten sie auch nicht unbedingt. Schön fand ich dass alle Missionen festgehalten waren, so konnte man auch nach längerer Pause sehen was man gemacht hat bzw. was man aktuell tuen muss. Auch schön fand ich die Möglichkeit immer speichern zu können.

Die letzten Worte
Letztendlich muss ich mich mal wieder fragen ob ich a) Das Spiel wieder kaufen würde und b) ob ich es auch weiterempfehlen kann. Also ich würde es definitiv nochmal kaufen. Ich hatte gut 30 Stunden Spaß und da ich das Spiel zum Angebotspreis erworben hatte fand ich die Investition schon lohnenswert. Empfehlen würde ich es wohl auch, wenn man denn ein Faible für leichte Rollenspielkost hat und sich auch mit einem Kampfsystem was Elemente von Elite Beat Agents einhaltet abfinden kann. Das charakteristische “Schnelle” in Sonic fand ich, kam rein spieltechnisch wenig zum Tragen, wer es also gerne rasant mag wird hier vielleicht vom Titel enttäuscht sein, ich fand das aber gut.

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