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Kategorie: Lesbisches Allerlei

Ich möchte mich mal wieder einer meiner favorisierten TV-Serien widmen. Grey’s Anatomy. Das letzte mal hatte ich ja über meinen Lieblingscharakter Dr. Erica Hahn (Brooke Smith) und Dr. Callie Torres (Sara Ramirez) bzw. über den Abgang von Erica Hahn geschrieben. Mittlerweile habe ich den Weggang meines Lieblingscharakters zwar nicht überwunden, aber mich doch damit abgefunden. Die Serie geht halt ohne sie weiter und entweder ich schaue weiter oder nicht. Ich hab mich ja fürs weiter gucken entschieden. Und dafür mich nicht mehr darüber zu ärgern dass Brooke Smith nicht mehr mitspielt – weil sonst darf ichs halt nicht gucken. Und da möchte ich auch ansetzen, nämlich an dem After-Erica Leben von Callie und ihrer Begegnung und Beziehung mit Arizona Robbins (Jessica Capshaw). Da ich erst einmal nur über die 5. Staffel schreiben werde und diese bereits in Deutschland ausgestrahlt wurde, benutze ich dieses mal nicht die Spoilertags. Diese setze ich dann erst für die 6. Staffel ein über die ich dann natürlich demnächst auch gern ein paar Worte verlieren würde.

Aber erstmal zurück zu Erica. Die war weg. Verschwunden in den unendlichen weiten des Parkplatzes und ab da war sie nimmer mehr gesehen. Eine Folge später war sie dann einfach nicht mehr da. Naja gut, es wurde gesagt sie habe gekündigt. Das löste bei Cristina Yang, der ehrgeizigen Assistenzärztin die nie richtig warm mit Dr. Hahn geworden war, erst einmal Freude aus, bis sie die Nachfolgerin von Dr. Hahn traf. Callies Nerven lagen indes blank. Mark (der plastische Chirurg mit dem sie auch schon das ein oder andere mal die Matratze geteilt hatte) versuchte sie zu trösten und Cristina ging zum ersten mal auf dass Callie und Erica wohl mehr als Freunde waren. Was irgendwie ganz süß war.

Danach hat sie dann erst einmal trübsal geblasen, bzw. ein wenig längeren Blickkontakt mit einer Anfängerin (also eine Ärztin im ersten Jahr) ausprobiert. Ihr Kollege und bester Freund Mark hingegen beließ es bei einer anderen Anfängerin nicht beim Blickkontakt. So wurde aus ihren Buddy und Lexie Grey (der Name ist nicht zufällig, denn sie ist die kleine Schwester von der Hauptfigur Meredith Grey) schnell etwas ernsteres was Callie dann noch mehr betrübte weil sie sich noch einsamer fühlte als ohnehin schon.

Das war der Zeitpunkt in dem Arizona Robbins in ihr Leben trat. Wer den Namen vorher noch nie in der Serie gehört hatte kann beruht sein, die gute spielte auch erst seit ein paar Folgen mit. Arizona war die neue Kinderchirurgin des Klinikums. Blond, strahlend, kinderlieb (logisch bei ihrem Fach), kommunikativ, liebenswert und irgendwie ein bisschen quirlig hatte sie bisher vor allem mit Miranda Bailey (eine Art Mentorin der jungen Ärzte) zu tun.

In der Damentoilette der Stammkneipe aller Ärzte des Krankenhauses traf sie auf Callie die gerade wieder depremiert war. Sie stellte sich ihr vor und sagte sie habe schon viel von Callie gehört weil die Leute über sie reden und dass es eigentlich was gutes ist was sie da sagen und dass es Menschen gibt denen Sie nicht unwichtig ist. Und dass wenn sie nicht mehr depremiert ist die Leute schlange stehen werden. Als Callie, nicht sonderlich aufgeheitert, dann wissen wolle wer denn da bitte stehen würde, küsste sie Callie. Einfach so. Wir fügen also ein großes SPONTAN auf der Liste von Arizona Robbins Eigenschaften hinzu. Und liebenswert unterstreichen wir dick.

Im Verlauf der nächsten Folgen erfahren wir dass das Callie wohl ein wenig wach gerüttelt hat. Sie scheint sich für Arizona zu interessieren, die aber erst einmal einen Rückzieher macht als sie erfährt dass Erica ihre erste Freundin war. Und dabei hatte sie noch nicht einmal Callies Panikattacken miterlebt. Callie wiederum ist, wie auch ich, der Meinung dass das gar keine Rolle spielt.
Arizona sah dass dann doch auch ein und so kam es dass die beiden dann doch noch ein Date hatten. Relativ ungewöhnlich, und damit meine ich dass ich positiv überrascht bin, fand ich dass Arizona tatsächlich von Anfang an als lesbisch dargestellt wird und im Gegensatz zu Callie auch wirklich nur Frauen präveriert hat. Zu dem Thema finde ich übrigens dass man Callie ruhig das Wort „Bisexuell“ hätte zugestehen können, denn immerhin ist sie ja auch mal verheiratet gewesen.

Bei dem Date blieb es dann auch nicht, die beiden schienen langsam gefallen aneinander zu finden und sahen sich wohl öfter. Das war dann auch so der Ist-Stand als Callies Vater auftauchte. Der war nicht sonderlich einverstanden mit der neuen Wahl seiner Tochter. So richtig gar nicht. In die Richtigung „Auf gar keinen Fall“ was bei Mr. Torres, der wohl sehr wohlhabend ist, auch hieß „Nicht mit meinem Geld“ und so kappte er Callie erstmal den Geldhahn bzw. die Leitung zum Trust Fond.
Hier war dann Callie mit der bitteren Tatsache konfrontiert dass ihre Familie nicht notwendigerweise akzeptieren muss was sie selbst glücklich macht. Etwas was ja leider auch für viele Schwulen und Lesben Realität ist. Und ich denke die Idee mit dem Druckmittel Geld ist auch nicht weit her geholt. Callie hat dann die schwere Entscheidung getroffen und weiter zu Arizona gehalten was ein Nein zu dem Geld (und damit ihrem bisherigen Lebenstil) aber vor allem auch zu ihrer Familie war. Das hört sich vielleicht sinnig an, dass man zu der Person die man sich selbst aussucht und für die man Gefühle hegt steht und sich nicht von den Wünschen anderer leiten lässt, andererseits ist das halt auch ein sehr schwerer Gang.

Schwere Gänge machen einen nicht gerade umgänglicher und so war Callie auch nicht unbedingt ein fröhlicher Sonnenschein und durch den Mangel an Geld bzw. die Tatsache dass sie das Arizona so erstmal nicht klar gemacht hat, gab es auch etwas Spannung zwischen den beiden. Ich finde hier kommt dann auch der Punkt wo man eine weitere herausragende Eigenschaft von Arizona festhalten muss. Sie hackt nach, kommt immer wieder auf ein Thema zurück und geht Problemen nicht aus dem Weg. So habe ich das jedenfalls empfunden. Als Callie recht schlecht gelaunt war und die Begründung Arizona nicht schlüssig war, hat sie halt, statt ihren Missmut nun an anderen auszulassen (wie es Erica damals getan hatte) versucht wieder mit Callie zu reden bis sie dann rausbekam, was Callie eigentlich bedrückte. Die Energie und Geduld muss man erst einmal am Anfang einer Beziehung aufbringen.

Zum Ende der Staffel, wo es um den anstehenden Militäreinsatz von Callies Ex-Mann George ging, und Callie und Arizona da unterschiedlicher Meinungen waren, suchte auch Arizona wieder das Gespräch und erklärte sich und ihren Standpunkt genauer, den Callie so im ersten Moment nicht hinterfragt hatte. Das spricht für mich wiederum dafür dass Arizona doch eher überlegt an die Sache ran geht, bereit ist zu kommunizieren und auch permanent das Gespräch sucht. Was sie im Vergleich zu der eher introvertierten Erica natürlich in diesem Punkt zu einer besseren Partnerin für Callie macht.

Alles in allem finde ich Arizona ausgesprochen sympatisch und habe von vielen anderen gehört dass es Ihnen ähnlich geht. Deswegen war ich auch recht froh, dass Jessica Capshaw von ihren ursprünglichen vorgesehenen 3 Folgen, letztendlich in den Hauptcast mit aufgenommen wurde. Arizona ist halt ein Charakter den man gerne sieht. Letztendlich muss ich aber sagen dass ich Erica immer noch interessanter fand. Sie hatte halt mehr Ecken mehr Kanten, hatte die Bürde sich in einer eher Männer dominierten Welt durchsetzen zu müssen und es war halt schwieriger Erica ins Herz zu schließen als Arizona. Ich fand Sie auch im Bezug auf Callie irgendwie interessanter, da sie ja eh ein Mensch war der nicht so mit anderen konnte. Also ich persönlich wäre lieber mit jemanden wie Arizona zusammen, spannender finde ich aber jemanden wie Erica in einer Beziehung zu sehen. Ich habe mich auch oft gefragt was Erica wohl in einigen Situationen getan hat, z.B. bei Callies Vater, wo Arizona ja eher passiv war und letztendlich auch Mark helfen musste, was auch zeigte wie jung, zaghaft und vorsichtig die Verbindung (Beziehung konnte man es ja noch gar nicht richtig nennen) der beiden noch war. Wäre Erica genauso gewesen? Oder hätte sie Callies Vater die Meinung gegeigt. Ich schätze mal auch sie wäre eher passiv gewesen, wobei Erica als Erscheinung ja schon autoritärer war.

Letztendlich bin ich aber froh dass Callie wieder jemanden gefunden hat und dann auch noch eine so liebeswerte Person wie Arizona. Ich hoffe sie haben noch viele gemeinsame Folgen miteinander und viel viel Screentime. Oder seht ihr das anders?

Wer sich die bisher gelaufenen Szenen mit Calzona (so werden die beiden genannt) anschauen will der kann das am besten bei youtube tun und wer es lieber nachliest, dem empfehle ich z.B. die Mini-Caps von afterellen.com.

So, nun ist es endlich da! Das Buch! Am letzten Freitag morgen ist das neue (und damit vierte) Buch von Daniela SchenkDiejenige welche“ von dem Internethändler meines Vertrauens versandt worden und am Samstag um 21:30 (!!!) hab ich dann auch eine Nachricht von der Packstation erhalten, dass das Buch nun da ist. Was mich erst einmal zu der Frage verleitet: Seit wann hat die Post denn solche Arbeitszeiten? Das war mir dann auch etwas zu spät, also habe ich das Buch einfach am nächsten Tag nach dem Fussballspiel (FCR Duisburg gegen die HSV Damen (mehr via framba.de), nur mal so nebenbei, tolles Spiel) abgeholt.

Für ein Buch ein doch eher vergleichsweise großes Paket. Das Buch selbst ist übrigens doch einen tucken kleiner. Leider habe ich bisher wenig lesen können, nur die ersten paar Seiten. Die waren aber sehr schön zu lesen. Mehr möchte ich dazu auch noch nicht sagen. Ich berichte sobald ich es durch habe (und die Zeit dafür gefunden habe darüber zu bloggen).

Ansonsten gibt es weitere Infos, unter anderem eine Seite Leseprobe, auf der Webseite des Ulrike Helmer Verlages unter www.ulrike-helmer-verlag.de.

Ich bin dann mal weg … lesen.

Wenn ich ein Buch lese, eine Serie verfolge oder einen Film gucke und die Geschichte die dort erzählt wird aufnehme, so bilde ich mir als Beobachter auch immer selbst eine Meinung. Ich beurteile die Charaktere und der Geschichte. Und ich denke darüber nach was hinter der Fassade seien könnte , lese zwischen den Zeilen, bilde mir aus Geschehnissen selbst ein Bild. Und nicht jeder liest da bestimmt das Gleiche. Wenn ich einen Ausdruck dafür finden müsste, so würde mir am ehesten das Wort Subtext einfallen.

Wikipedia schreibt zum Thema Subtext: „Subtext ist ein elementares Merkmal von Kunst. In Thomas Manns Roman Der Zauberberg z. B. können kompetente Leser unterhalb der „eigentlichen“ Handlung zahlreiche Schichten von Subtext ausmachen. Neben seiner spielerischen bzw. ästhetischen Verwendung kann Subtext jedoch solche Aussagen enthalten, die nur für eine Minderheit bestimmt sind und von der Mehrheit des Publikums oder von der Zensur nicht wahrgenommen werden sollen. Dies ist in vielen Filmen der Fall, z. B. in William Wylers Sandalenfilm Ben Hur, in dem nur naive Zuschauer Messalas (Stephen Boyd) hingebungsvolle Freundschaft für seinen Freund Ben Hur (Charlton Heston) nicht als homosexuelle Verliebtheit „lesen“.
Quelle: Wikipedia.de

Ein weiteres, vermutlich unter uns auch recht bekanntes Beispiel für Subtext der Teilweise geradezu in Perfektion betrieben wurde ist die Serie Xena in denen es immer wieder zu Andeutungen die auf eine tiefergehende Beziehung zwischen den Hauptprotagonistinnen Gabrielle und Xena hindeuteten stattgefunden haben, die man aber auch oft sehen wollen musste. Im Laufe der Serie schien man sich sogar einen Spaß daraus zu machen damit zu spielen, nachdem man sich der doch zunehmenden neuen Zielgruppe, die es bei Hercules so nicht gab, bewusst wurde.

Aber gibt es so etwas auch in Videospielen? Paare die eigentlich keine sind in Videospielen wie bei Xena und Gabrielle? Oder habt ihr schon weitere mögliche Doppel-X-Chromosom-Favorisiererinnen ausfindig machen können? In Spielen mit Handlung wie z.B. Rollenspielen und Action Adventures? Ich denke schon. Vielleicht nicht so in dem Maße wie es z.B. bei Xena der Fall war, aber dennoch denke ich dass es dort schon den ein oder anderen Subtext zu finden gibt. Habt ihr schon welchen zwischen den Zeilen eines Videospiels gelesen? Ich schon! Und ich ein paar davon möchte ich auch bald einmal hier vorstellen. Über Tipps von euch, was man so in der Hinsicht nochmal genauer anschauen sollte, würde ich mich natürlich freuen.

Eigentlich wollte ich ja heute bzw, die Tage stolz mein neues Buch präsentieren. „Diejenige welche“ von Daniela Schenk. Ich hatte es auch schon brav vorbestellt. Und eigentlich sollte es auch Ende August/Anfang September kommen. Ungünstigerweise kam heute eine Mail an dass sich das Erscheinungsdatum geändert hat. Da auf der Seite es Verlages Ulrike Helmer auch August steht, geh ich mal davon aus dass das auch nicht an einer Fehlinformation des Versandhändlers lag.

Neuer Termin: 18. August 2009. Also, das heißt dann nochmal ein wenig warten, aber für gute Bücher tut man das ja auch mal gerne. Und bisher waren ja alle Bücher von Daniela Schenk (zumindestens aus meiner Sicht) gut. Wenn nicht sogar großartig. Ach ja, ich freu mich … auch wenn ich noch ein bisschen warten muss.

Ich habe mal wieder einen etwas älteren Beitrag aus meinem alten Blog-Mottenkiste geholt, abgestaubt, kurz bearbeitet und stelle euch das hiermit wieder zur Verfügung. Das war auch damals meine erste Buchrezension auf meinem Blog.

Ich fange mit meinem ersten Buch an das ich rezensieren möchte (Immerhin sollte ich auch mal etwas mehr dem Thema meines Blogs entsprechen). Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein Buch was ich von meiner Freundin geliehen bekommen habe rausgekramt und angefangen zu lesen. Es heißt O wüsste sie dass sie es ist! und wurde geschrieben von Daniela Schenk. Es hat 272 Seiten und kostet 14,90 € (zugegeben, nicht wenig). Der Titel könnte dem ein oder anderem bekannt vor kommen denn es ist ein Zitat aus ShakespearesRomeo und Julia“. Und das Stück spielt auch keine unerhebliche Rolle in dem Buch. Das ganze ist ein lesbischer Roman und erschienen im Ulrike HELMER Verlag.

Aber zuerst … worum es eigentlich -kurz- geht:
Emilia, buntgekleidete Halb-Inderin und aufgewachsen in einer Schlosserei nur unter Männern, liebt (unnütze) Erfindungen und ihren Hund. Zara ist blind, zynisch, legt in ihrer Freizeit Musik auf (wo sie auch meistens gleich noch Frauen mit abschleppt) und hat eine Oma die gerne Romeo und Julia in ihrem Altenheim aufführen möchte. Zu Letzterem lässt sich Zara überreden, was sie gemeinsam mit Emilia als Regisseurin inszeniert. Ein Projekt mit einigen Hindernissen. Ein recht bunter Freundeskreis, zwei Grundverschiedene Frauen, Irrungen und Wirrungen sorgen dabei für viel Schwung und jede Menge (Gefühl-)Chaos.

Hört sich lustig und interessant an. Ist es auch. Geschrieben wird abwechselnd aus Emilias und Zaras Perspektive. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich, was das ganze durchaus spannend macht. Wirklich schön sind auch die Freunde und Verwandte der beiden wie z.B. der junge Poet Rilke2 (Emilias Nachbar), René (Zaras Mitbewohnerin und ihr „Auge“), die drei „Väter“ aus der Schlosserei und natürlich Zaras Oma. Nicht zu vergessen das wirklich lustige Theaterprojekt und die ganzen Ausflüge die Emilia mit der nicht besonders erfreuten Zara macht. Romatik natürlich inbegriffen. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht verraten. Ich kann das Buch auf alle Fälle empfehlen. Der Schreibstil ist dabei flüssig zu lesen und sehr locker. Es macht Spaß die beiden Frauen zu begleiten. Die Geschichte hat zwar ein paar längere Momente (wie ich finde), ist aber dennoch die meiste Zeit spannend.

Show ▼

„O wüsste sie das sie es ist!“ ist übrigens das zweite Buch von Daniela Schenk. Ihr Erstling „Julia und Satine“ kann ich auch nur empfehlen (finde ich persönlich auch eine ganze Spur besser als ihr zweites Buch). Den dritten Roman „Wir 4Ever“ fand ich auch einen tucken besser, wobei er ja irgendwie versuchte den Fokus auf vier verschiedene Frauen zu legen, aber das schreibe ich bestimmt später einmal mehr. Das neue Buch (Nummer 4) von Daniela Schenk „Diejenige welche“ erscheint Ende August diesen Jahres, hört sich ebenfalls recht interessant an und ist natürlich auch schon vorbestellt.

Nachfolgender Blogbeitrag wurde von mir bereits einmal ins Internet gestellt und zwar auf meinem alten Blog. Ich will nun nicht alle meine alten Beiträge hierher schleppen, aber so eine Handvoll wollte ich schon noch retten, damit sich die Arbeit die hinter dem Beitrag verbirgt auch gelohnt hat. Nun also mein erster alter Artikel unter der Kategorie „Ausgegrabenes“. Wer ihn damals noch nicht gelesen hat, dem hoffe ich, gefällt er nun.

‚Ich möchte nun mal ein Hörbuch vorstellen. Und zwar ist es das von mir vor einiger Zeit gekaufte „Lesbisch für Anfängerinnen: Willkommen in der WG!“ von Celia Martin. Gesprochen wird das Buch von Christiane Marx. Die Gesamtlänge des Hörbuchs beträgt 6 Stunden und 58 Minuten (jedenfalls sagt dass die Abspielsoftware). Herausgebracht hat die CD der Butze Verlag. Soweit ich weiß kann man das Hörbuch auch nur als Hörbuch, und zwar als MP3-Hörbuch, erwerben. Die Geschichte gibt es nicht als Buch, genauso wenig wie normale CD´s angeboten werden oder eine Audible Datei. Kosten tut das ganze 16,95 € (UVP), was für ein Hörbuch in der Länge ein angemessener Preis ist, finde ich.
Nachdem ich das Hörbuch bekommen habe, habe ich es auch gleich komplett angehört. Was wohl schon viel über den Suchtfaktor des Hörbuches aussagen dürfte.

Zum Inhalt des Hörbuches:Tina fällt aus allen Wolken als sie mitkriegt wie ihr langjähriger Freund Burkhard sie, zum wiederholten male, betrügt. Hals über Kopf flüchtete sie aus der gemeinsamen Wohnung in eine reine Frauen-WG. Die stellt sich recht schnell als WG nur für Lesben raus und entsprechend groß ist auf beiden Seiten der Schock, denn eine Hetera wollten die Damen dort eigentlich nicht haben und Tina kannte Lesben bisher scheinbar auch fast nur vom Hören-Sagen. Trotzdem einigt man sich darauf dass Tina bleiben kann. Und schnell freundet sie sich mit den Frauen in ihrem neuen Umfeld an. Da ist der romantische aber leider erfolglose Schussel Suse. Die Kampfsportlerin Lilly die mit der Stewardess Claire zusammen ist. Die taffe Marta die nicht so auf Gefühlsgequatsche steht und dafür jede Menge Frauen abschleppt. Sozialarbeiterin Käthe die zwar nicht in der WG wohnt, aber trotzdem immer da zu seien scheint. Und immer wieder muss sich Tina neu outen … als heterosexuell. Auch Doris, die beste Freundin von Tina, findet sich nach anfänglicher Skepsis schnell ein. Und da sind da noch die Gefühle für Burkhard die Tina nicht loslassen, der Untermieter von Suse´s Oma der immer wieder in die Stadt muss und die neue Bekanntschaft Astrid.

Was schnell beim hören auffällt dass die meisten Charaktere sehr überzeichnet wirken und geradezu nach dem Wort „Klischee“ schreien. Allgemein sind die meisten der lesbischen Frauen dort recht Männerfeindlich und dass das eine reine Lesben-WG seien soll/muss spricht wohl auch Bände. Was mich normalerweise eigentlich etwas stören würde, funktioniert in diesem Hörbuch aber erstaunlich gut. Eben dadurch dass die Frauen sind kommt es oft zu komischen Situationen, gerade weil Tina oft erst von sich aus sagen muss dass sie gar nicht lesbisch ist (und sich auch manchmal gar nicht traut das zuzugeben). Die meisten der Charaktere wirken dabei wirklich sympatisch. Wirklich sehr gut gelungen fand ich aber Tina als Charakter, weil ihre ganze Entwicklung und ihr Handeln eigentlich fast immer nachvollziehbar wirkt, jedenfalls aus meiner Perspektive. Schön dass Tina auch, im Gegensatz zum Rest der Gruppe, relativ liberale daher kommt und versucht sich auf neues einzulassen.

Allgemein zum weiterführenden Inhalt habe ich natürlich auch was zu sagen, das wird aber mal in die Spoilertags gesetzt (einfach auf das Dreieck klicken wers lesen will), damit nicht jeder gleich Inhalte erfährt die er gar nicht wissen will.
Spoiler:Show ▼

Etwas zwiegespalten war ich bei der Stimme von Christiane Marx. Ich kann mir die Sprecherin gut bei einem Mädchenroman vorstellen und ein wenig erinnerte mich die Stimme von ihr an die Bibi Blocksberg Hörspiele die ich früher immer gehört habe. Da das Hörbuch aber für erwachsene Menschen ist fand ich das anfangs etwas irritierend. Man gewöhnte sich aber schnell dran. Allgemein habe ich es auch als sehr angenehm empfunden dieser Stimme fast sieben Stunden zu lauschen. Ich fand das Christina Marx einige Figuren wirklich gut getroffen hatte, wie etwa Marta oder auch Gregor. Und Hauptcharakter Tina. Bei einigen Charakteren fand ich ihre Stimminterpretation hingegen nicht so gelungen, etwa bei Astrid oder Suse. Aber das ist vermutlich auch eine Frage des eigenen Geschmacks, wie so vieles im Leben.

Als Format für das Hörbuch dient eine MP3-CD. Das heißt, MP3 Dateien die auf einer einzigen CD sind können entweder an einem MP3-fähigen CD- oder DVD-Player abgespielt werden oder direkt auf den PC gebracht werden um sie von dort auf MP3-Player und ähnliches zu bringen oder in normale Audio CD´s umzuwandeln. Wer ein MP3-fähiges Abspielgerät hat und auch gerne benutzt ist da ganz klar im Vorteil. Leute die sowieso immer Hörbücher erst umwandeln um sie auf dem MP3-Player zu hören ersparen sich so lästige arbeit. Wer lieber CD´s benutzt hat das nachsehen. Ich persönlich finde diese Lösung eigentlich sehr praktisch, da ich statt 10 CD´s nur eine habe und eh, wenn ich alleine höre, immer meinen EiPott oder mein Handy benutze. Wenn meine Freundin mit hört, ist das allerdings unpraktisch, denn wir hören gerne im Auto und da kann man nur normale CD´s hören.
Ich habe die MP3-CD dazu genutzt sie gleich auf das N95 zu bringen. Das bot sich an, da der iPod ja lieber AAC mag und sowieso schon ziemlich voll war. Klappte auch recht gut und schnell. Nur die Titel musste ich noch in einer Wiedergabeliste sortieren da ich sonst Kapitel 10 nach Kapitel 1 hätte hören müssen.
Leider hat die CD auch kein schönes Booklet mit Informationen zu Autorin und Sprecherin, sonder nur ein einfaches farbiges Blatt drinne, aber gut, dafür ist es ja auch nicht so teuer und schöne Booklets findet man ja heutzutage eh immer seltener.

Von der Autorin Celia Martin habe ich bisher nur eine Kurzgeschichte auf der, ebenfalls im Butze Verlag erschienenen, Kurzgeschichten-Hörbuch-CD „Lesbisches Allerlei“ gefunden. Die Kurzgeschichte hatte mir nicht wirklich gefallen. Ich bin froh dass ich sie erst nach diesem Hörbuch gehört habe.

Ein Fazit zum Schluss: Würde ich dieses Hörbuch empfehlen? Definitiv ja. Jeder der gerne Hörbücher hört, gerade welche die auch lustig, leicht und romantisch sind, würde ich dieses Hörbuch sofort ans Herz legen. Viel Situationskomik, nette Charaktere und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Rangiert es weit oben in meiner Hörbuch-Hitliste? Eher nicht, da ich eigentlich lieber spannendes höre. Also mehr Krimi´s und Thriller. Auch als Buch würde es wohl keine Topplatzierung einnehmen. Aber es ist nett, witzig, hat mich so weit gefesselt dass ich es fast in einem Stück durchhören musste und es ist eines der wenigen deutschsprachigen lesbischen Werke die es zum hören gibt. Ich hoffe der Verlag bringt auch weiterhin gute lesbische Hörbücher raus damit es weiter was auf die Ohren gibt.

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