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Kategorie: Lesbisches Allerlei

2010 10 Aug

Bei den Gay Games

Abgelegt unter: Lesbisches Allerlei,Sportliches | RSS 2.0 | TB | Tags:  | 1 Kommentar

Die Liebste und ich waren am Wochenende in Köln, bei den Gay Games. Wir hatten uns gedacht, wenn schon so eine große schwul-lesbische Veranstaltung ist, können wir ja auch mitmachen. Und zwar als Volunteers (so sportlich sind wir leider nicht …. besonders ich hätte höchstens Bridge trainieren können). Aus zeitlichen Gründen bot sich dafür leider nur der vergangene Samstag an und da war dann Marathon, also haben wir uns als Streckenposten gemeldet.

Da der Volunteerdienst aber um 7.00 Uhr anfing und wir uns vorher an zwei verschiedenen Stellen melden mussten (einmal zur Helferakkreditierung und einmal bei der Marathon-Orga) und wir auch gerne noch ein bisschen was sehen wollten, sind wir dann einen Tag vorher angereist. Also hin nach Köln, Hotel angefahren und eingecheckt, Marathoncenter gefunden und Warnweste und Helferutensilien geholt, zum Neumarkt zur Helferakkreditierung und dort die Volunteersachen geholt.

Um auch ein bisschen kulturell was mitzunehmen haben wir dann Abends den zweiten Teil der OML Theater Night angesehen, bei der onemorelesbian.com Webserien gezeigt hat. Bei uns – am Freitag – waren dann “We have to Stop Now” (allerdings keine einzelnen Episoden sondern nur Zusammenfassungen der beiden bisherigen Staffeln), “Cherry Bomb” (eine Folge über “Wenn die beste Freundin Liebeskummer hat” – das ganze ist eher ein Videopodcast bzw. Talkshow als eine Serie) und eine mehrere Folgen der Krimiserie “B.J.Fletcher: Private Eye” zu sehen. Mir persönlich hat B.J. Fletcher am besten gefallen muss ich zugeben. Die Serie hat durch ihren Humor und ihre teils doch sehr süßen Charaktere ihren eigenen Charme. Sollte man sich mal angucken.

Am nächsten Morgen gings dann zum Helfen. Wir haben letztendlich dann bei einem der Verpflegungsstände an der Strecke mitgeholfen. Das war wirklich sehr schön, hat mit den vielen lieben Menschen die dort auch halfen auch ungeheuer viel Spaß gemacht (auch wenn es anstrengend und etwas chaotisch war). Würden wir auf alle Fälle wieder machen.

Abends ging es dann noch zur Closing Ceremony wo wir dann den offiziellen Ausklang der Spiele miterleben durften. Und so haben wir zwei sehr schöne Tage gehabt. Und im nächsten Leben können wir dann teilnehmen … naja, oder auch nicht.

a. Wir sind Weltmeister!!!! Yeah! Glückwunsch an die Mädels der U20-Frauennationalmahnschaft. Toll gemacht. Und nächstes Jahr wiederholen wir das mit dem A-Team, wenn ich denn auch dabei bin (also auf der Zuschauertribüne des Stadions). Ganz besonders tolle Leistungen natürlich von Alexandra Popp. Auch wenn es ungewöhnlich ist sie im Sturm zu sehen, beim FCR ist sie ja meistens in der Verteidigung. jedenfalls sehe ich sie da meistens.
b. Die Webserie Anyone but me hat einen Web-a-thon ausgestrahlt um Spendengelder für die dritte Staffel der Serie zu sammeln. Schöne Aktion. Unter anderem kann man Interviews mit den Schauspielern sehen oder die Gruppe beim Scharade spielen.
c. Out with Dad hat tatsächlich die Webisodenlänge stark ausgedehnt. Episode 2 ist 10 Minuten lang und ebenfalls “awsome”. Die Serienmacher interessiert es übrigens wie die Fans die Episoden-Länge gerne hätten. Dafür kann man auf der Seite abstimmen.
d. Ich werde es vermutlich nie richtig benutzen aber ich habe mir in geistiger Übernachtung ein Waveboard gekauft. Das Kind in mir ist manchmal einfach zu laut. Viel zu laut.
e. Ich steh derzeit total auf diese Erdnuss-Schoko-Kekse. Mmmmh, Lecker.
f. Tipp für heute: Drauf achten dass Eier nicht im Rucksack kaputt gehen und dort auslaufen. Ist wirklich nicht angenehm. Tut auch dem iPod nicht besonders gut. Das N95 hat es aber bisher recht unbeschadet überstanden.
g. Ich werde über “Mord mit Aussicht” gegoogelt obwohl ich das gar nicht hier erwähne. Aber wenn die Leute es schonmal wissen wollen: Mel empfiehlt auf ihrem Blog die heutige Folge von “Mord mit Aussicht” in der Dorfpolizistin Bärbel wohl auf eine nette Dame trifft. Ich muss zugeben die Serie ist bisher etwas an mir vorbei gegangen, obwohl sich die Idee sehr gut liest. Ich schau es mir auf alle Fälle an, hört sich ja gut an.
h. Ich liebe Fire Emblem, aber manchmal ist es schon anstrengend ein Level 5 mal zu spielen, nur damit alle durch kommen.

Es ist ja schon ein paar Tage her (okay, ein paar Wochen trifft es eher) als ich in meinem wohlverdienten Entspannungssommerurlaub in Holland war. Und darüber wollte ich ein paar Wort verlieren. Also ich war im Sommerurlaub. Zur Erholung. In den Niederlanden. In der Provinz Zeeland. Fast direkt am Meer (gut, ein bisschen laufen musste man dann schon). Zu der Zeit wo hier in Deutschland bis zu 40 Grad waren … bei uns waren es übrigens zu dem Zeitpunkt knapp über 20 Grad, teilweise auch darunter, womit es dann auch teilweise etwas zu kühl für Strandwetter wurde. Das Meer eben. Aber an sich angenehmes Wetter, auch wenn man auf den Regen hätte verzichten können.

Ich hatte ja im 31 Tage Stöckchen schon meine Sommerurlaubsleseliste vorgestellt und habe im Urlaub auch zwei der Bücher tatsächlich zu Ende gelesen.

Zum einen habe ich “Eine WG zum verlieben” von Corinna Ehnert gelesen. Ein ganz klarer Fall von kann man lesen, ist auch ganz nett, muss man aber definitiv nicht. Ein lesbische Liebesschmonzette mit doch relativ stark stereotypen Charakteren (auch wenn sie sich tatsächlich manchmal anders verhalten als erwartet) um eine WG voller lesbischer Studentinnen. Protagonistin Alex verliebt sich dabei … zwei mal, was etwas unglücklich ist und was sie auch, um mal ein wenig zu spoilern, nicht immer optimal löst. Dabei sind die meisten der Charaktere auch durchweg sympathisch. Und ich muss zugeben, ich habe Alex in ihrer “Ich-suche-jede-dumme-Situation-und-laufe-direkt-hinein” Taktik auch ein wenig verstehen können. Andere Charaktere schlossen sich mir hingegen nicht so wirklich, insbesondere die beiden women of intrest. Wie gesagt, ganz nett und auch unterhaltsam …. aber nicht viel mehr.

Dann habe ich noch Jesus liebt mich von David Safier gelesen. In der Tat ein durchaus unterhaltsames Buch. Manchmal etwas wirr fand ich bzw. etwas zu kurze Szenen, aber insgesamt wirklich sehr schön umschrieben. Man lernt auch ein wenig was im letzten Buch der Bibel drin steht.
Was mir jedoch bei einem Buch wo es doch um recht elementare Dinge wie den Endkampf von Gut gegen Böse gefehlt hat war eine gewisse …. Tiefgründig. Insgesamt fand ich den Roman doch etwas Oberflächlich. Ich finde Tiefsinn und Humor müssen sich nicht ausschließen und das Buch hätte es sicherlich verdient auch ein wenig zum Nachdenken anregen zu dürfen.

Den ersten Sammelband vom Dämonenzyklus von Robert Asprin habe ich bisher zwar schon angefangen und auch den ersten Band fast fertig, aber halt noch nicht abgeschlossen. Dazu schreibe ich dann später ein wenig.

An den etwas verregneteren Tagen und Abends haben wir dann auch etwas Fernsehen gesehen. Unter anderem die erste Staffel von “How I met your mother“. Schöne Serie! Bald muss die zweite Staffel her. Ich finde ja Cobie Smulders toll. Die mochte ich schon in ihrer Gastrolle als Leigh in The L-Word.

Ansonsten:
- Auf der Hinfahrt mit dem Zug zu meiner Freundin saß ich natürlich in einem Zug ohne funktionstüchtiger Klimaanlage. Zum Glück war das ein älteres Modell bei dem noch die Fenster aufgingen.
- Ich bin jetzt auf den Geschmack von Hagelslag gekommen und habe es auch gleich importiert.
- Auf dem Parkplatz vom McDonalds in Eindhoven gab es eine große Michael Jackson Statur mit noch recht frisch aussehenden Trauergegenständen. Wusste gar nicht dass das so ein Jackson-Mekka ist.
- Das Foto oben ist übrigens das Oosterschelde-Speerwerk. Ein bisschen was angucken sollte man sich ja doch. Übrigens beeindruckende Anlage.

Die zweite Staffel von “Anyone but me” ist zuende, auf die dritte hofft man noch und wenn Sie kommt wer weiß wann … was kann man also Webserientechnisch in der Zwischenzeit tun? Genau, man schaut sich einfach eine andere Webserie an. Über Twitter (lustigerweise über den Twitter-Account von Anyone but me), bin ich auf die neue Webserie “Out with Dad” aufmerksam geworden.

In der Webserie geht es um die Schülerin Rose, die zusammen mit ihrem alleinerziehenden Vater Nate lebt und gerade ihr Coming Out hat. Von der Grundidee also ähnlich “Anyone but me”, aber doch anders. Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt.

Die erste Episode dauert etwa 5 Minuten (eigentlich 6, aber 1 Minute davon ist Intro) und macht schon einmal einen guten Eindruck, wenn man sich erst einmal in das Gespräch der Protagonistin Rose mit ihrer besten Freundin Vanessa eingefunden hat. Eigentlich sogar einen sehr guten Eindruck. Die Darsteller machen einen sympatischen und fähigen Eindruck, die Serie wirkt recht professionell und die Story ist nicht so vorhersehbar wie Anfangs (ich gebs ja zu *vorurteile*) gedacht.

Bei wem das Interesse geweckt ist, kann sich ja mal den Trailer zur Serie anschauen, Sieht auf alle Fälle ganz gut aus, finde ich. Die nächste Episode kommt dann am kommenden Donnerstag und die wird dann wohl auch etwas länger sein (via Twitter).

a. Suchanfrage über Google: “was sagt derek sheperd vor eine op”
Keine Ahnung. Hat er das mal in einer Folge gesagt? Ich hätte ja jetzt sowas gesagt wie “Sitzt mein Haar gut?” , “War der Tumor in der linken oder der rechten Hirnhälfte?” oder “Hoffentlich komme ich noch pünktlich zum Essen mit den Chefärzten vom Nachbarkrankenhaus”. Okay, vermutlich konzentriert er sich einfach nur.
b. Orakel sind unbeliebt. Erst recht welche die die Wahrheit sagen. Armer Paul. Ich hab kurz vor dem Halbfinale der deutschen Fußballnationalmanschaft aber auch erst erfahren wer Paul überhaupt ist. Nun soll er ja angeblich nicht mehr tippen dürfen. Ich war auch schonmal in Oberhausen, aber an die Krake kann ich mich nicht mehr erinnern.
c. Ich hab jetzt endlich “Das Erbe der Königin” durchgelesen. Ansich ein schönes Buch. Die Männer, insbesondere Heinrich der VIII. kommen nicht besonders gut weg. Die Frauen eigentlich auch nicht. Einzig Anna von Kleve wirkt irgendwie intelligent und durchgehend sympatisch. Aber kann man lesen. Die Tudors sind trotzdem besser.
d. Mein Gaydar funktioniert doch ein bisschen. Bei Mel hab ich gelesen, das Uschi Holl sich “verpartnert” hat (schreckliches Wort, oder?). Und dabei musste Sie zwischendurch während der eigenen Hochzeit Fußball gucken. Fürs Protokoll, das werde ich nicht tun, egal wer bei was spielt. Aber schön. Herzlichen Glückwunsch.
d. Muriel hat vor (zugegeben ein paar Tagen, aber ich bin halt nicht so fix), eine nette …. ähm …. “Zusammenfassung” von den groben Inhalten aus Twilight gegeben, ohne dabei näheres über die Hintergrundgeschichte zu verraten. Wer das Buch also noch nicht gelesen hat und gerne mal probieren möchte, aber nicht weiß was auf ihn zukommt kriegt hier einen guten Einblick … und kann dann entscheiden ob er es ertragen kann … oder auch nicht.
e. Feylamia erinnert an den Internationalen Tag of Femslash … vor 2 Tagen. Jaja, langsam. Vielleicht denke ich ja nächstes Jahr dran. Und ja, Geburtstage vergesse ich auch ganz gerne. Ich muss mir mal ein Vernünftiges Kalendersystem ausdenken.
f. Die U20 Fußballdamen haben derzeit WM in Deutschland. Das erste Spiel haben sie auch bereits mit 4:2 gewonnen gegen Costa Rica gewonnen. Weiter so Mädels. Am Freitag um 18 Uhr gehts dann gegen Kolumbien weiter.

Ich bin mir bei dieser Frage nicht ganz sicher, was mit “Ideal” gemeint ist. Soll ich meinen idealen Buchcharakter finden oder den idealen Menschen in einem Buch. Das sind nämlich durchaus zwei verschiedene Dinge. Der Buchcharakter muss Ecken und Kanten haben, er sollte Probleme haben, aber nicht übermächtig viele, er sollte lieben können, aber das darf ihn nicht in den Schoß fallen. Er sollte falsche Entscheidungen treffen, die aber dennoch logisch sind und er muss sympatisch und nett sein und im Grunde seines Herzens ein netter Typ. Oder eine nette Frau, ich habe mal völlig politisch unkorrekt in der männlichen Form geschrieben. Das sind nicht unbedingt ideale Dinge, aber halt etwas was es spannender macht.

Ich wähle von daher mal den Mittelweg und sage Kerry Stuart aus “Tropical Storm” vom Melissa “Missy” Good. Melissa Good schreibt Xena Fan Fiction und hat dort auch eine sehr sehr große Fan Base. Sie selbst hat auch das Drehbuch für zwei Xena Folgen in der letzten Staffel schreiben dürfen. “Tropical Storm” ist, was jetzt nicht verwunderlich ist, ein Über Fan Fiction (in diesem Fall Fan Fiction die nicht direkt mit der Serie zu tun haben, aber z.B. Charaktere etc. benutzen) von Xena. In dem Werk geht es um Dar und Kerry, zwei Managerinnen in einer IT-Firma in Miami. Charakter und Aussehen von Dar und Kerry ähneln sehr stark denen von Xena und Gabrielle und – ich greife etwas vorweg – die beiden finden auch später – im romantischen Sinne – zueinander (Stichwort: Seelenverwandte). Kerry ist dabei das Ebenbild von Gabrielle und wie die Bardin ist Kerry auch ein sehr mitfühlender, offener und freundlicher Mensch der es schafft die eher ruppige Dar in doch angenehmere Bahnen zu lenken. Dabei lässt sich Kerry auch nicht alles gefallen, hat ihre Makel und Fehler und ja … ist im ganzen ein extrem liebenswerter Charakter.

“Tropical Storm” (und die nachfolgenden Bücher) kann man übrigens kostenlos auf der Homepage der Autorin lesen. Oder man kann sich die englische Ausgabe bestellen oder die etwas teureren deutschen Übersetzungen. Das man ihre Bücher aber kostenfrei lesen kann finde ich schon einmal klasse und zeigt, dass die Autorin ihrer Fanbase, nämlich der Internetcommunity die ihre Fan Fiction gelesen hat, scheinbar treu bleibt.

Ich fand “Tropical Storm” als Buch auch immer toll, habe es auch schon mehrfach durchgelesen und empfehle es immer wieder gerne weiter. Das nachfolgende Buch habe ich auch noch gelesen, ebenfalls sehr schön, die darauf folgenden kennt nur meine Freundin (dafür aber alle … ich muss das dringend mal nachholen … hat wer Zeit für mich über?).
Ein kleiner Wehmutstropfen ist leider, dass Dar und Kerry wohl im Laufe der späteren Bücher relativ “perfekt” werden, ihre Liebe eher auch makelos und ewig ist (wenn auch nicht so schlimm wie bei anderen Schmonzetten *hust* Twilight *hust*). Spannend *gähn*. Aber gut, gefällt den meisten sicherlich auch, ich finde es zum lesen dann aber irgendwann langweilig. das erste Buch ist aber definitiv nicht so.

31 Tage – 31 Bücher

…. gibt es nicht. Oder fällt mir nicht ein. Also wirklich, ich überlege seit Ewigkeiten wen ich da nehme. Aber mir fällt und fällt nix ein. Ich lese offenkundig die falschen Bücher. Oder ich kann mich nicht an die richtigen erinnern. Gibts ein Buch zum Film Madagaska? Ich würd ja die Giraffe da nehmen. Ach das ist ja auch kein Hauptcharakter.

Okay, da das aber langweilig ist wenn ich gar nix nehme sage ich einfach mal, jemand der so ganz entfernt an mich heran kommt ist Stoner aus Stoner McTravish – Schatten (ich nehm mal das zweite Buch um mich nicht zu wiederholen) von Sarah Dreher. Das ist doof, weil ich vorher nämlich behauptet habe sie wäre manchmal etwas weinerlich, was sie teilweise auch ist finde ich. Ich finde mich jetzt eigentlich nicht weinerlich, also nicht so. Aber in ihrem Herzen ist Stoner ja ganz taff. Und ihr wird beim Bus fahren schlecht. Sie ist etwas planlos. Und ziemlich neurotisch. Und sie mag Freizeitparks. Und ich glaub sie hat auch meine Haarfarbe, bin mir diesbezüglich aber nicht mehr so sicher.

31 Tage – 31 Bücher

Augen zu und durch …. ja … da ist was …. ziemlich weit vorne, recht dick, auf alle Fälle ein gebundenes Buch. Augen auf. Mein Zufallsbuch ist “Solange du lügst” von Sarah Waters (englischer Originaltitel: “Fingersmith”).

England im 19. Jahrhundert: Die junge Taschendiebin Susan Trinder wird von dem gut aussehenden Gauner Richard Rivers alias “Gentleman” als Zofe aufs Land zu der naiven jungen Adligen Maud Lilly geschickt. Susans Aufgabe ist es, die weltfremde Maud dazu zu bringen, Gentleman zu heiraten, damit dieser an das Geld der guten Landadligen kommt. Eine scheinbar lukrativer aber einfacher Plan, der sich jedoch schnell als deutlich komplexer, gefährlicher und schwieriger entpuppt als angenommen. Und das in nicht nur einer Hinsicht.

Ja, was soll ich sagen, fantastisches Buch, tolle Charaktere, überraschende, spannende Story. Und ich meine das Buch hat mit Susan und Maud wirklich schöne komplexe Charaktere und eine wirklich tiefe Geschichte die mich mehr als einmal hat sagen lassen: “Oh, wow, oh …. oooooh … wow ….”. Und natürlich auch sehr emotional: Hass, Lügen und ein wenig Liebe. Allgemein sehr empfehlenswert.

Fingersmith” wurde auch von BBC als dreiteiliger Fernsehfilm verfilmt. Ich finde den Film auch sehr gut, auch wenn ich mir die beiden Protagonistinnen anders vorgestellt hatte. Aber toll besetzt mit Sally Hawkins, Imelda Staunton (Dolores Umbridge aus Harry Potter V), Elaine Cassidy und Evan Ruperts. Ich persönlich empfehle aber lieber zuerst das Buch zu lesen und dann den Film (auf DVD) zu gucken.

31 Tage – 31 Bücher

Bei dem nachfolgenden Buch hatte ich bereits bei Tag 5 (Ein Buch das ich immer wieder lesen kann) und Tag 12 (Das empfohlene Buch) ernsthaft drüber nach gedacht es dort vorzustellen. Sogar für den dritten Tag (Lieblingsbuch) hatte ich es kurz in Erwägung gezogen. Letztendlich wollte ich es aber lieber in dieser Kategorie vorstellen. Und so tue ich das einfach mal.

Das Buch ist mein bisher unangefochtenes Best.Lesbian.Book.Ever und letztes Jahr habe ich es bei der Sommerbuch Blogparade auch zu meinem Best.Summer.Book.Ever gekürt. Die Rede ist von “Julia und Satine“, geschrieben von Daniela Schenk.

In dem Buch geht es, wie der Titel ja fast schon sagt, um Julia und Satine die sich beide im Urlaub kennen lernen. Julia ist orientierungslos (Im Sinne von kann rechts von links nicht unterscheiden), chaotisch, Mutter zweier Kinder, gerade frisch geschieden und lebt beruflich ihre Passion für Kinderzeichnung aus. Satine ist lesbisch, verdaut auch gerade eine Trennung, Fotografin und anders als geplant und gewünscht verliebt sie sich Hals über Kopf in Julia. Das ganze wird dann natürlich zu einem ewigen hin und her zwischen den beiden so unterschiedlichen Frauen, was aber sehr lustig ist und nie langweilig oder gar schmalzig wird. Hinzu kommt dass sowohl Julia als auch Satine einen wirklich sehr erheiternden Freundeskreis haben bzw. die Kinder von Julia wirklich umwerfend sind. Ich kann das Buch wirklich immer und immer wieder lesen und muss auch jedes mal immer wieder lachen wenn z.B. Julias beste Freundin Berte wieder eine neue große immer währende Liebe präsentiert oder Satine in ihrer Verliebtheit ein steigendes Interesse für Politik an den Tag legt. Funny Book.

31 Tage – 31 Bücher

Der ursprüngliche Titel des 11 Tages lautet ja ” Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst.” Ich muss zugeben dass es ein solches Buch, das ich heute mit dem Ausdruck “hassen” beschreiben würde, so in dieser Form nicht gibt. Und den meisten Büchern die ich nicht mag, konnte ich eigentlich noch nie viel abgewinnen. Die “Herr der RInge” haben mich so z.B. noch nie gefesselt.

Ich beantworte die Frage also in etwas abgeschwächter Form und sage ein Buch das ich früher mal geliebt habe, heute aber nicht mehr auf das ganz hohe Podest der Buchverehrung setzen würde, ist “Stoner McTavish” von Sarah Dreher. “Stoner McTavish” ist ein Krimi über Stoner, einer lesbischen, ziemlich neurotischen Reisebürobesitzerin, die auf Wunsch einer Bekannten ihrer sympatisch aber etwas verrückten Tante (der Hexe … ja) Gwen retten. Gwen ist die Nichte der Bekannten, frisch verheiratet und Tante meint nun, dass mit dem Göttergatten aber irgendwas nicht stimmt. Gwen ist übrigens anderer Meinung. Aber das stört ja nicht. Stoner reist also in die Wahllachei (aka Wyoming) um Gwen zu beschützen.

Stoner ist ein wirklich sympatischer Charakter, hat einen sehr netten aber schrulligen Freundeskreis und Gwen auf ihre Art weiß auch zu gefallen. Die Geschichte ist tatsächlich auch ganz schön, hat Witz und auch wenn man das Ende im Prinzip schon erahnen kann, durchaus spannend. Ich sage ja auch nicht dass das Buch schlecht ist. Es ist wirklich gut. Allerdings nervt irgendwie der “mystische” Teil des Buches. Auch wirkt Stoner manchmal etwas …. weinerlich. Und was Gwen mit diesem Lackaffen will … Es ist wie gesagt immer noch ein schönes Buch, aber mit steigenden Alter (oder mehrfachem lesen) wirkt halt manches nicht mehr ganz so süß und man überliest gewisse Sachen dann auch nicht mehr, die man vorher vielleicht noch in der Begeisterung ignoriert hat. Und man merkt dem Buch halt auch an dass es über 20 Jahre alt ist.

31 Tage – 31 Bücher

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